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...Du warst noch |
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![]() ![]() Lichtspuren des Antlitzes auf den 2 Tüchern im
Grab |
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Es
ist wahrlich schade und bezeichnend: Alle, die über die Brutalität des
Filmes stolpern, scheinen an entscheidenden Stellen weggesehen zu haben.
Oder sie sind vorprogrammiert und blind und wollen das wahre Große
daran nicht sehen. |
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Blick
Jesu
während
des ganzen Films.
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Ein
ruhiger, konstanter Blick der Liebe trägt durch die ganzen
Grausamkeiten des Films hindurch. In der Tat ist es so, dass man
sich darin wie in einer Oase angesichts all der Brutalität
ausruhen und wie an einem Anker daran festhalten kann. Die Austrahlung dieser Liebe alleine, ermöglicht einem - auch wenn das nicht gleich bewusst wird - im Geschehen des Films auszuharren. Und vor allem, sie alleine nur erlaubt auch, auszuhalten. Gäbe es sie nicht, dürfte man sich den Film nicht ansehen. Denn dann würde man das Böse alleine schon durch' s Ansehen vergrößern und leben lassen. Da aber gerade diese Darstellung der stärtkeren Liebe im Leid Gibson und Jim Caviezel so überzeugend gelungen ist, sollte man zu dem Besuch ermuntern. |
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Genau das ist das besondere Große an dem Film, dass trotz der nicht aufhörenden, fürchterlichen Peitschenhieben, die nahezu durch den ganzen Film hindurch auf Jesus niederprasseln, Jesu Blick der Liebe herausragend bleibt. Man hält nicht für möglich, dass ein Mensch das überhaupt durchstehen kann, aber er erhbet sich immer wieder mit solcher Liebe. Selbst, wenn das Auge nicht zu sehen ist, ist seine ganze Haltung ein Ausdruck der Hingabe und Liebe. Ganz ohne Rebellion und Hass. Obwohl Jesus für die Hälfte der Zeit wegen Verwundung eines der Augen nicht mehr öffnen konnte, dieser Blick war immer da. |
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Gewiß, es ist so, dass ein Gott in Jesus das alles für uns erleidet, aber der Kern der Botschaft ist doch weit mehr, dass er nämlich trotz all dieser Brutalität in der Liebe zum Vater beharrt und sie eins mit ihm uns schenkt, ohne jedweden Gebrauch auch nur eines Funkens von Macht, will er die Liebe zum Stehen bringen. Er will uns sagen: schaut her, so heilig ist die Freiheit der Liebe, dass ich auf jedwede Macht verzichte, um euch diese Freiheit und Liebe wieder zugänglich zu machen. Es gibt nichts, was im Kontext der Liebe den Griff zur Macht rechtfertigen kann. Auch Ihr werdet zu solcher Liebe die Kraft haben, wenn es sein muß. |
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Diese
autarke, starke Liebe zeigt sich auffallend deutlich auch in Maria. Man hat den Eindruck als umwandere sie fortwährend schützend die Leidensszenen. Sie breitet gleichsam kraftvoll zusammen mit Magdalena ihre Liebe aus, die sich zu einem schützenden geistigen Raum um Jesus herum aufbaut und in dieser inneren Einheit der Liebe, Jesus das Unsägliche durchhalten läßt. Ihr Blick umfängt mitleidend alle Leidensszenen. Sie wehrt sich nicht, sie leidet autark in der Kraft der Liebe mit. Marias Blick weiß mit Jesus, warum er ja gesagt hat zu diesem Weg. Eines der wenigen eingeblendeten, nicht unmittelbar biblischen Zitate ist Marias Gedanke: "Wann wirst Du Dich entscheiden, dem allen ein Ende zu machen?" Beide Blicke der Liebe sind für mich durchgehend stark. Sie entstehen vornehmlich dadurch, dass sie sich in tiefer Hingabe an keiner Stelle wehren, vielmehr stehend vor Gott sich bemühen auszuhalten. |
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So wirkt es bei der Geißelung, - und sie ist wahrlich unerträglich - wie wenn Jesus sich aus dieser tiefen Zwiesprache der Liebe heraus wider allen, aus Zuschauerperspektive entstehenden Eindrucks, er könne nun wirklich nicht mehr aufstehen, kraftvoll neu erhebt und wieder an der Geißelsäule zu stehen kommt. Er kommt unglaublich aus einer inneren Kraft wieder zu stehen, würdig und in Liebe. |
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Wer hier wegschaut verpasst das Wichtigste, diese Demonstration tiefer Liebe . |
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Wer die Augen zumacht, bekommt auch die Zitate und Dialogübersetzungen nicht mit, weil in der Ursprache gesprochen wird. So kann man sich auch nicht den grausamen Szenen entziehen, wenn man es wollte. Aber man will es auch gar nicht, denn hier wird in jedem Augenblick des Leids die noch größere Liebe Jesu deutlich. Eine Liebe, die steht, sie steht autark und stark gegen ein Universum von Bosheit und Hass. Du fängst an, Dich zu fragen, wie es sein kann, dass eine so starke, ehrliche Botschaft der Liebe so negativ beantwortet wird. Du wirst mit der brennendsten Frage unseres Daseins konfrontiert: Warum sind wir böse? Und man spürt, es ist eine Frage, die nicht auf rein psychologischer Ebene zu beantworten ist, wie es gerade heute zu oft und zu gerne geschieht. Da ist wirklich etwas eigenständig Böses, das uns herunter zieht, wenn wir uns nicht bewusst von ihm distanzieren. Der Film gibt diesem Bösen ein ganz konkretes durchdringendes Gesicht. aber jeder spürt, es ist wie eine symbolische Zusammmenfassung all der bösen Kräfte ringsum, die sich gegen diese echte Liebe aufbäumen. Der
ganze Film ist vor allem in der Darstellung der Liebe äusserst
realistisch. Hier wird deutlich, dass Liebe keine Sentimentalität ist
und dass die Frohbotschaft Jesu von einer ganz anderen Kraft gespeist
wird. Das ist gleichsam mit Händen zu greifen. |
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In mir haften geblieben sind insgesamt vor allem Gesichter. Das Panorama des Films besteht fast nur aus Gesichtern und ihren vielsagenden Blicken. Gross sind über die ganze Leinwand immer wieder nur ein oder zwei Gesichter mit vielsagenden Blicken zu sehen. Da steht inmitten der sadistischen Soldaten und der genüßlich sadistischen, machtgierigen Blicke der Pharisäer ein zutiefst erschütterter Soldat. Da ist Maria Magdalena, deren Blick sich ganz mit dem Marias verbindet und ihr fast überall zur Seite ist und diese Wellen der Liebe um Jesus herum mit zu einem schützenden Raum aufbaut. Da ist der verärgerte und sorgenvolle Blick des Pilatus, der Jesus nicht verurteilen will, sich des Aufruhrs aber nicht erwehren kann und immer wieder ratlos auf Jesus schaut. Da ist die Frau des Pilatus. Da ist der hämische und dumme Blick des Herodes, der, weil Jesus für ihn kein Wort hat, sich aus einer verdrängten Kränkung heraus über Jesus lustig macht. Und dann ist da immer wieder die Galerie von Pharisäern und Schriftgelehrten in prunkvoller herrschaftlicher Robe, die in Reih und Glied wie eine unbezwingbare Wand erscheinen und in subtiler Entsprechung zum Gesicht des Bösen in Beziehung treten, das ähnlich steif entlang den Reihen wandert und die Linie der Pharisäer nach - oder vor? - zeichnet. Dieses Gesicht, weder ganz Mann noch ganz Frau erscheint unheimlich still, in einer Art genüßlichen Siegesgewissheit, gemischt mit angespannter Angst um den Ausgang des Geschehens. Da ist Judas, der mit seiner Tat nicht mehr zurande kommt und viele andere. |
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Für mich als Künstlerin ist der Film in nahezu allen Szenen und Details wunderschön. Nur eines ist auch für mich nicht schön: Die Geißelspuren am Leib Jesu sind in keiner Hinsicht schön. Man muss sie knallhart aushalten. Es ist als hätte der Regisseur hier bewusst aufgehört irgendetwas verschönend zu gestalten. |
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Der Schluß ist keinewegs - wie auch verschiedentlich kritisiert wird - zu wenig Auferstehung. Sie drängt sich nur nicht spektakulär auf. Vielmehr
zeigt er die Auferstehung eben genau so, wie wir sie hier und
heute realistisch wahrnehmen können. Nicht mit Lichtblitzen
und ähnlichen technischen Spektakeln. Nein bibeltreu und realistisch
zeigt er beeindruckend, wie das Grabtuch langsam zusammenfällt, weil
unsichtbar Jesu Leib daraus aussteigt. Genaue Untersuchungen der
Bibeltexte bestätigen diesen Vorgang. Besser und relitätsnaher
und auch nüchterner kann man das folglich nicht darstellen. Denn genau
so läßt sich die Auferstehung heute anhand des Grabtuches und eines
wiederentdeckten darüber gelegenen Schweißtuches mit dem Antlitz Jesu
darauf nachweisen. Das Licht wurde damals und wird heute nicht gesehen,
aber das Tuch zeigt, genau solche Lichtspuren auf Photosynthesebasis
auf, wie man nachweisen kann. |
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sehen sie hier auf den Vera-Ikona Seiten, wie durch die Kongruenz zweier Tücher - das Grabtuch von Turin und der wiederentdeckte Schleier von Manoppello nach 2000 Jahren, ohne dass es damals Fotapparate gab, ein wunderbares neues Antlitz Chrsiti hervortritt, das all die Leidenspuren aufweist, die der Film so anschaulich vorführt. zu |
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